Elefantenrunden zu Katzenecken!

Nachdem wir im letzten Jahr die sog. „Elefantenrunde“ aus Protest gegen die autoerotische Selbstbespiegelung der Hochschulpolitik (“Von Wahl-Automaten, Elefantenrunden und inszenierter Demokratie“ – Flugblatt der LUST zur Wahl 2014) flyerschmeißend verlassen hatten, kündigte unsere Vertreterin bei der gestrigen Wiederholung von der Bühne aus an, dass man in diesem Jahr in angemessenem Maße an der Diskussion teilnehmen wolle. (mehr…)

RCDS will LUST Zitat verbieten

Der Fraktionsvorsitzende des Bonner RCDS droht der Liste undogmatischer StudentInnen mit juristischen Konsequenzen, sollte sie ein kürzlich aufgehangenes Plakat nicht zurückziehen. Darauf zitiert sie besagten Fraktionsvorsitzenden, Luc Kerren. Er hatte in einem Redebeitrag im Bonner Studierendenparlament gesagt: „Kommt, stellt euren Antrag, winkt ihn durch, ändern wird sich eh nix!“, als ein von uns eingebrachter Antrag zur Debatte stand. Mit dem angenommenen Antrag verurteilt das Gremium der verfassten Studierendenschaft, dass bei der vorangegangenen SP-Sitzung eine zur Wahl stehende Referentin der linken Koalition aus den Reihen des RCDS als „Quotenbarby“ tituliert worden war, als diese sich dem Parlament vorstellte. Laut Antragstext sind die Parlamentsmitglieder aufgefordert, auf sexistische Äußerungen wie die gefallene zukünftig aus Gründen der Einsicht zu verzichten.

Kerren sehe sich in seiner Ehre verletzt und bestreitet in einer E-Mail beide vor dem gesamten Parlament getätigte Äußerungen.

Dabei haben sexistische Entgleisungen im Studierendenparlament fast schon Tradition: als eine linke Kandidatin für die Wahl zum Ältestenrat vor einigen Monaten nach vorne ging, um sich dort den Fragen zu stellen, war ihr von den Oppositionsbänken sexualisiert hinterhergepfiffen worden.

Jüngst war der RCDS dadurch negativ aufgefallen, dass er Einspruch gegen die Wahlzulassung der grünen Hochschulgruppe ghg:campusgrün eingelegt hatte. Weil die Liste ganze drei Sekunden nach 12 Uhr eingereicht worden sei, bestand die rechte Hochschulgruppe auf den Ausschluss der Grünen, die in der aktuellen Parlamentsperiode die meisten Sitze auf sich vereinen. Damit dürfte sie dazu beigetragen haben, dass das politische Desinteresse unter den Studierenden noch einmal zugenommen hat. Es wird davon ausgegangen, dass die Wahlbeteiligung durch den erfolgten, weil rechtsgültigen Ausschluss in diesem Jahr weiter sinken wird.

Die Liste undogmatischer StudentInnen lässt sich von den haltlosen Drohungen des RCDS-Mitglieds nicht einschüchtern und verstärkt zeitnah die Wahlwerbung mit besagtem Zitat. „Luc Kerren sollte endlich anfangen, als Oppositionsführer eine ordentliche Kontrolle der AStA-Koalition im SP zu gewährleisten. Stattdessen scheint es, als bekämpfe er lieber die Glaubwürdigkeit der Demokratie in der verfassten Studierendenschaft“, heißt es aus der LUST.

Rede zur Kundgebung anl. des Pariser Anschlags

Auf der Kundgebung des von der LUST unterstützten Emanzipatorischen Antifa-Bündnisses „Solidarität mit der Charlie Hebdo & dem Kampf gegen Theokratie, Faschismus & Antisemitismus“ wurde folgende Rede zur Strategie gegen den hiesigen Islamismus gehalten, die wir dokumentieren wollen:

Liebe Freunde und Freundinnen, die ihr heute hergekommen seid, um eure Trauer und Wut über den Mordanschlag von Paris auszudrücken:

Wenn wir uns hier versammeln, darf das nicht nur als ein erneuter, kleiner Aufschrei oder als Ausdruck dessen, was wir empfinden, verpuffen. Wir müssen uns auch darüber verständigen, wie das gehen soll: „Kampf gegen Theokratie, Faschismus und Antisemitismus“.

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Kundgebung anlässlich des Anschlags von Paris

Samstag 10.01.2015, 10 Uhr, Marktplatz vor dem alten Rathaus, Bonn

„Gegen Volk, Nation & Umma – Solidarität mit der Charlie Hebdo & dem Kampf gegen Theokratie, Faschismus & Antisemitismus“

Theokratische, faschistische und antisemitische Tendenzen waren in Europa seit 1945 nicht so stark, wie wir ihnen heute in die Augen blicken müssen. Am Mittwoch wurden mindestens 12 Menschen – Mitarbeiter_innen des linken Satireblatts Charlie Hebdo, Polizist_innen und Passant_innen – getötet, weil die Zeitung sich u.A. kritisch zum in Europa stark gewordenen Islamismus geäußert und den Propheten Mohammed als Karikatur gedruckt hatte. Die Täter riefen laut Augenzeug_innen während ihrer Mordtour durch die Redaktionsräume „Allah ist groß“ und „Wir haben den Propheten gerächt“. Der Anschlag von Paris ist einer der erschreckendsten jüngeren Fälle, die zeigen, wie ideologischer und religiöser Wahn um sich greifen und in letzter Konsequenz Menschenleben fordern. (mehr…)

Die Hochmesse des Formalismus

Am heutigen Tag entschied der Ältestenrat auf Antrag des RCDS, dass die Grüne Hochschulgruppe nicht zur SP-Wahl im Januar antreten darf. Bereits zuvor wurde in verschiedenen Gremien darüber gestritten, ob die Listenbewerbung der Grünen angenommen werden kann. Der Grund des ganzen Theaters: Die Grünen sollen ihre Liste angeblich ganze drei Sekunden zu spät abgegeben haben. (mehr…)